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Europäische Richtlinien

Direttive Europee
 

ANMERKUNG

Anmerkung zu den Anlagen, die die gefährlichen Maschinen und die Sicherheitskomponenten auflisten.
Hinsichtlich DM 98/37/CE, in Anhang 4 DM 2006/42/CE, das die gefährlichen Maschinen und Sicherheitskomponenten auflistet, wurde eine Erweiterung um logische Sicherheitsfunktionen vorgenommen ( z. B. programmierbare Kontrolleinheiten, plc, u. a.). Und dann Anlage 5 gefertigt, mit einer Auflistung von Sicherheitskomponenten, die nicht erschöpft ist.

Die Europäischen Richtlinien haben zum Ziel, die nationalen Gesetzgebungen der Mitgliedsstaaten einander anzunähern, so dass gemeinsame Regeln zu technischen, steuerlichen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen usw. Aspekten entstehen. Dadurch wird der freie Waren-, Dienstleistungs- und Personen-verkehr innerhalb der Europäischen Union erleichtert.

Insbesondere im Bereich der Arbeitssicherheit hat die Harmonisierung der Gesetzgebungen große und rasche Fortschritte gemacht und so dazu geführt, dass wir über Richtlinien und Normen von grundlegender Wichtigkeit verfügen.

 

RICHTLINIEN  
Legen die zu erreichenden Ziele fest

NORMEN
Legen die Mittel und Wege fest, um die von den Richtlinien geforderten Ziele zu erreichen.

Die Beachtung einer harmonisierten Norm verleiht den Produkten oder Dienstleistungen die Konformität mit den vorgegebenen Richtlinien.

 

Phasen für die Realisierung einer Norm:

  • Bildung einer Arbeitsgruppe (WG, Working Group) aus entsprechenden Fachleuten, die die Mitgliedsstaaten vertreten.
  • Ausarbeitung eines Normenentwurfs (prEN), der von den verschiedenen betreffenden nationalen Komitees geprüft wird. Diese Komitees machen Anmerkungen, Vorschläge und sind auch für die späterer Genehmigung zuständig.
  • Endgültige Fassung des Textes der EN-Norm, offizielle Verüffentlichung und Aufnahme uaf Ebene eines jeden Staates.

Die Richtlinien in Bezug auf den Schutz der Arbeitnehmer sind:

  • "Rahmenrichtlinie zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz" 89/391/EG
  • "Richtlinie zur Nutzung der Arbeitsgeräte" 2009/104/EG und diesbezügliche Abänderungen und Zusätze.

Die auf die Sicherheitskomponenten anwendbaren Richtlinien sind:

  • "Maschinenrichtlinie" 2006/42/EG
  • "Niederspannungsrichtilinie" 2006/35/EG
  • "Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit" 2014/34/EG
  • "ATEX-Richtlinie" 2014/34/EG


SOZIALE RICHTLINIE

Die "Sozialen Richtlinien" 2009/104/EG und 89/391/EG, die in Italien mit dem Gesetzesdekret 81/08 "Sicherheitsordnung" aufgenommen worden sind, haben die Verbesserung der Sicherheit im Arbeitsumfeld zum Ziel.

Die Richtlinien:
  • Bestimmen die im Arbeitsumfeld anzuwendenden Vorbeugungsmaflnahmen
  • Liefern Informationen über:
    • Gefahrenanalyse
    • Programm für Vorbeugungsmaflnahmen und das Erreichen der Konformität der Maschinen
    • Konformitätsverfahren für Maschinen
    • Verantwortlichkeit des Arbeitgebers
    • Ausbildung und Schulung des für die Bedienung der Anlagen vorgesehenen Personals.
  • Schreiben den Nutzern die Angleichung des vorhandenen Maschinenparks an die Vorschriften der Maschinenrichtlinie vor.

 

MASCHINENRICHTLINIE

Die "Maschinenrichtlinie" 2006/42/EG richtet sich an die Hersteller von Maschinen und Sicherheitskomponenten und hat folgende Ziele:

  • Die Definition der Sicherheitsanforderungen und des Gesundheitsschutzes zur Verbesserung des Schutzgrades der Arbeitnehmer, die an gefährlichen Maschinen arbeiten.
  • Die Planung, Realisierung und Marketinführung von Maschinen und Sicherheitskomponenten in der Europäischen Union, die den von dieser Richtlinie festgelegten Mindestanforderungen in Bezug auf die Sicherheit entsprechen.
  • Den freien Verkehr in den Mitgliedsstaaten von Maschinen und Sicherheitskomponenten, die der Richtlinie entsprechen.

Die Maschinenrichtlinie:

  • Trifft auf neue Maschinen und Sicherheitskomponenten zu, die verkauft, verliehen oder vermietet werden, und auf gebrauchte Maschinen bei Verkauf, Vermietung oder Verleih.
  • Bestimmt die wesentlichen Sicherheitsanforderungen in Bezug auf Planung und Konstruktion von Maschinen und Sicherheitskomponenten und definiert die Verfahren für deren Zertifizierung.
  • Ist seit dem 1. Januar 1995 für Maschinen und seit dem 1. Januar 1997 für Sicherheitskomponenten verbindlich.
  • Seit den oben genannten Daten dürfen in der Europäischen Union nur noch Produkte vermarktet oder in Betrieb genommen werden, die der Richtlinie entsprechen.

Zertifizierungsverfahren

Die Richtlinie:

  • Sieht strenge Verfahren für die Sicherheitskomponenten und für die Maschinen mit hohem Risiko vor (siehe Liste in Anhang 4).
  • Sieht vereinfachte Verfahren für Maschinen mit mittlerem und niedrigem Risiko vor, die nicht in Anhang 4 enthalten sind.
  • Sieht vor, dass der Hersteller für jedes Produkt eine technische Anleitung anlegt, mit der die für Planung, Realisierung, Transport, Nutzung und Wartung der Maschine oder Sicherheitskomponente angewendeten Sicherheitsprinzipien bescheinigt werden.

Konformitätserklärung

Um die Konformität des Produkts mit der Richtlinie zu zertifizieren, muss der Hersteller:

  • Das CE-Kennzeichen am Produkt einstellen.
  • Eine EG-Konformitätserklärung beilegen, welche die Beachtung der Richtlinie bescheinigt.

 

Zertifikationen

Das CE-Zertifikat hat eine Gültigkeit von 5 Jahren (Anlage IX Abschnitt 9.3) ab dem Revisionsdatum des Zertifikats. Danach ist eine erneute Überprüfung erforderlich, um seine Gültigkeit zu verlängern.


 

NIEDERSPANNUNGSRICHTLINIE

Ziel der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EG ist die Garantie, dass elektrische Komponenten so geplant und konstruiert werden, dass der Schutz von Personen vor einem Stromschlag gewährleistet wird. 

Die Richtlinie findet bei elektrischen Komponenten Anwendung, die in folgenden Nennspannungsbereichen betrieben wird:

  • zwischen 50V und 1000V bei Wechselstrom
  • zwischen 75V und 1500V bei Gleichstrom.

 

RICHTLINIE ÜBER DIE ELEKTROMAGNETISCHE VERTRÄGLICHKEIT

Ziel der Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit 2014/30/EG ist, die elektrischen Vorrichtungen so zu planen und konstruieren, dass:

  • Das elektromagnetischen Strahlungsniveau eingeschränkt wird und andere elektrische Geräte ihrem Zweck entsprechend funktionieren können.
  • Der Grad der eigenen Störfestigkeit gegen äuflere Einflüsse eine zweckentsprechende Funktion ermöglicht.

Die Richtlinie trifft auf alle elektrischen und elektronischen Vorrichtungen zu, die elektromagnetische Störungen verursachen oder deren Funktionsfähigkeit durch äuflere Störungen beeinflusst werden können.

 

ATEX-RICHTLINIE

Die ATEX-Richtlinie 2014/34/EG gilt für alle Geräte, die in potentiell explosiven Umgebungen zum Einsatz kommen. Sie ist am 30. März 2014 in Kraft getreten.

Die ATEX-Richtlinie 2014/34/EG gibt die Mindestsicherheitsanforderungen für Elektrogeräte an, die in als gefährlich eingestufte Umgebungen zum Einsatz kommen, was deren Explosionsrisiko angeht, da Gas oder Staub vorhanden sind.

Die Richtlinie teilt Geräte in Gruppen und Kategorien auf.

Der Hersteller muss je nach Verwendung entscheiden, zu welcher Gruppe und Kategorie sie gehören.

  • Gruppe 1: Geräte für den Einsatz in Untergrundarbeiten, in Mienen und deren übertägige Anlagen 
  • Gruppe 2: Geräte für den Einsatz in Umgebungen, die explosionsgefährdet sind 

Diese Produktgruppen wurden daher in Übereinstimmung mit dem Schutzgrad der Entzündungsgefahr in potentiell explosionsgefährdeten eingestuft.

Die Produkte in der Gruppe 2 verteilen sich auf folgende Kategorien:

  • Kategorie 1: Geräte für ein hochgefährdendes Umfeld, wo lange Zeit eine explosive Umgebung vorhanden ist
  • Kategorie 2: Geräte für ein mittelgefährdendes Umfeld, wo eine explosive Umgebung unter normalen Betriebsbedingungen bestehen kann
  • Kategorie 3: Geräte für Umfelder, wo eine explosive Umgebung nur unter nicht normalen Umständen besteht 

 

AKKREDITIERTE EINRICHTUNGEN

Für jeden Mitgliedsstaat haben die akkreditierten Einrichtungen eine Kontrollfunktion zur Einhaltung und Anwendung der Richtlinien in Bezug auf Maschinen und Sicherheitskomponenten.

Jeder Staat ist für die Ernennung und Kontrolle seiner Einrichtungen selbst verantwortlich.

Diese müssen die erforderlichen Kompetenzen und Ressourcen besitzen, um Überprüfung, Analyse, technischen Unterstützung, Messung usw. auszuüben.

In Italien die zuständige Einrichtung ist die ISPESL (Istituto Superiore per la Prevenzione e Sicurezza del Lavoro).

 

GEMELDETE EINRICHTUNGEN

Die gemeldeten Einrichtungen sind berechtigt, Maschinen und Sicherheitskomponenten in Übereinstimmung mit den auf sie anwendbaren Richtlinie zu überprüfen und zu zertifizieren.

Jeder Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist verpflichtet:

  • Die gemeldeten Einrichtungen zu bestimmen und deren Kompetenzen zu nennen.
  • Der EU-Kommission und den anderen Mitgliedsstaaten die Liste der gemeldeten Einrichtungen offen zu legen.

Die EU-Kommission veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union eine Liste aller gemeldeten Einrichtungen und legt eine Auflistung der Dienst-leistungen, der Maschinen und/oder Sicherheitskomponenten bei, für die sie handlungsberechtigt sind.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union müssen, überprüfen, ob diese Einrichtungen vorgegebene ethische und technische Kriterien einhalten.

 

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